Warum ich Geschenke am liebsten selber mache – und was mich daran inspiriert
Ein Glas voller Gedanken: Warum DIY-Geschenke mein Herz erobert haben
Es begann mit einem Glas Bärlauchpesto. Selbstgemacht, beschriftet mit einem kleinen Etikett, dekoriert mit etwas Bastband und einem Zweig Rosmarin. Ich hatte es für eine Freundin vorbereitet, die eine stressige Woche hinter sich hatte. Als sie es in der Hand hielt, sagte sie nur: „Das ist viel schöner als alles, was du mir hättest kaufen können.“ Und genau dieser Satz hat sich in meinem Kopf festgesetzt. Denn er bringt auf den Punkt, warum ich Geschenke am liebsten selber mache.
Für mich geht es beim Schenken nicht um den Wert, nicht um Perfektion und schon gar nicht um materielle Größe. Es geht um Bedeutung. Und um das Gefühl, das man jemandem mit einer kleinen Geste mitgeben kann. Wenn dieses Gefühl handgemacht ist – noch besser.

Warum Geschenke selber machen so besonders ist
In einer Welt, in der man alles mit einem Klick nach Hause bestellen kann, wirkt ein selbstgemachtes Geschenk wie ein liebevoller Kontrapunkt. Ich möchte damit ein Zeichen setzen. Nicht gegen Konsum – aber für Wertschätzung, Individualität und Nachhaltigkeit.
Hier sind die Dinge, die mir beim DIY-Schenken besonders wichtig sind:
Es zeigt, dass ich mir Zeit genommen habe
Und Zeit ist heute eines der wertvollsten Dinge, die wir verschenken können. Wenn ich Marmelade koche, Pralinen forme oder ein Etikett mit der Hand beschrifte, schenke ich nicht nur ein Produkt – ich schenke auch Gedanken, Mühe und Zuwendung.
Ich kann meine Kreativität ausleben
Vom Rezept bis zur Verpackung: Bei selbstgemachten Geschenken darf ich mich austoben. Ich kann Aromen kombinieren, Etiketten gestalten, Naturmaterialien einbauen oder kleine Geschichten dazu schreiben. Es ist ein Spielplatz für Ideen – und genau das liebe ich.
Es ist nachhaltig
Ich verwende oft Gläser, Flaschen oder Stoffreste, die ich ohnehin zu Hause habe. Ich verwende Kräuter vom Balkon oder Obst aus dem Garten meiner Eltern. Kein Plastik, keine Wegwerfverpackung. Und der CO₂-Abdruck ist deutlich geringer als bei Produkten aus Fernost.
Es entsteht etwas Persönliches
Wenn ich weiß, dass meine Freundin Rosmarin liebt, dann bekommt sie ein Rosmarinöl. Wenn mein Onkel gerne scharf isst, gibt es ein Chili-Salz. Und wenn jemand ein Frühstücksfan ist, kreiere ich ein Granola ganz nach seinen Vorlieben. Diese Individualität kann kein gekauftes Produkt leisten.
Wenn du selbst anfangen möchtest, findest du in meinem Beitrag „5 kreative Geschenke aus der Küche“ eine Vielzahl an Ideen zum Nachmachen – mit Zutaten, die du teilweise sogar schon zu Hause hast.
Meine Inspirationsquellen: Zwischen Waldspaziergang & Pinterest
Ideen kommen bei mir auf leisen Sohlen. Manchmal ist es ein Duft, der mich an meine Kindheit erinnert. Manchmal ein Marktbesuch, bei dem ich wunderschöne Kräuter sehe. Und manchmal ist es ein Bild auf Pinterest, das einen kreativen Funken zündet.
Hier ein Blick auf meine wichtigsten Inspirationsquellen für DIY-Geschenke:
- Jahreszeiten & Natur: Frühling ist für mich Bärlauchzeit, im Sommer liebe ich Kräuter und Beeren, im Herbst Gewürzöle und Chutneys, im Winter Gewürzmandeln und Sirupe.
- Pinterest & Blogs: Ich habe eigene Boards für selbstgemachte Geschenke, z. B. dieses hier, und lasse mich von kreativen Seiten wie Smarticular.net inspirieren.
- Reisen & Erinnerungen: Wenn ich z. B. in Italien ein Zitronen-Risotto gegessen habe, bringt mich das später auf die Idee für ein selbstgemachtes Zitronensalz.
- Eigene Rezepte: Viele meiner kulinarischen Geschenke basieren auf Rezepten, die ich liebe und einfach in eine Geschenkform überführe.
Tipp: Wenn du Inspiration für bestimmte Anlässe brauchst (z. B. Weihnachten, Geburtstag oder Gastgeschenke), kannst du auch meine Kategorie „Geschenke aus der Küche“ durchstöbern – dort findest du Ideen für jedes Zeitbudget.

Meine beliebtesten Geschenkideen – persönlich erprobt und oft verschenkt
Über die Jahre habe ich eine kleine „Bestenliste“ an DIY-Geschenken erstellt – Dinge, die nicht nur gut ankamen, sondern die ich auch selbst immer wieder gerne mache. Hier sind meine Top 3 – mit Link zu den Rezepten:
🍫 1. Schoko-Crunch-Pralinen mit Meersalz
Einfach, schnell und mit nur drei Zutaten. Trotzdem sehen sie edel aus und schmecken wie vom Chocolatier. Ideal als Last-Minute-Geschenk oder für eine liebe Kollegin.
👉 Zum Rezept

🌱 2. Bärlauchpesto – Frühlingsgrün im Glas
Ich verschenke es im Frühling regelmäßig – ideal auch als Mitbringsel für Brunch-Einladungen oder Gartenfeste.
👉 Hier geht’s zur Anleitung

🫙 3. Zitronen-Rosmarin-Sirup
Ein mediterraner Klassiker – ich kombiniere es gerne mit einem selbstgemachten Kräutersalz und packe beides in ein hübsches Körbchen.
📌 Das Rezept dazu findest hier

Planung statt Stress – so klappt das Schenken aus der Küche ohne Hektik
Ich gebe zu: Früher habe ich oft in letzter Minute noch irgendwas gekauft. Heute mache ich es anders – und es funktioniert so viel besser. Ich habe mir eine kleine DIY-Strategie zurechtgelegt, mit der ich auch bei stressigen Phasen (Weihnachten, Geburtstage, Einladungen) nicht in Panik gerate.
So sieht mein Ablauf aus:
- Ideensammlung: Ich führe eine Geschenkideenliste in meinem Notizbuch und auf dem Handy.
- Saisonale Planung: Je nach Jahreszeit überlege ich, was sich gut vorbereiten lässt. Marmeladen im Sommer, Pralinen im Winter, Pesto im Frühling.
- Zutaten kaufen & Verpackung vorbereiten: Ich habe immer einige Gläser, Flaschen und Deko-Elemente (z. B. getrocknete Blumen, Kordel) auf Vorrat.
- Produktionszeit einplanen: Ich blocke mir dafür gezielt einen Samstagvormittag – mit Kaffee, Musik und ganz viel Freude.
- Etikettieren & Lagern: Ich gestalte kleine Anhänger mit Inhaltsangabe & „Verbrauchen bis“-Datum. Manche Sachen (z. B. Pesto) friere ich auch ein.
Wenn du gerne organisiert arbeitest: In meinem Beitrag „Geschenkideen richtig planen“ findest du eine kostenlose PDF-Checkliste zum Download.
Fazit: Ein selbstgemachtes Geschenk ist mehr als ein Produkt – es ist eine Botschaft
Ob Schoko-Praline, Sirup oder Gewürzöl – am Ende geht es mir immer um dasselbe: dem anderen zu zeigen, dass ich ihn sehe. Dass ich ihn wertschätze. Dass ich mir Gedanken gemacht habe.
Geschenke selber machen ist für mich zur Herzenssache geworden. Es verbindet meine Liebe zum Kochen, meine Freude am Gestalten und meinen Wunsch, anderen etwas Besonderes zu schenken. Kein Produkt von der Stange – sondern etwas, das bleibt.
Und ganz ehrlich: Für mich ist das auch eine Form von Selbstfürsorge. In dieser schnelllebigen Welt bewusst kreativ zu sein, entschleunigt – und schenkt auch mir selbst ein Stück Zufriedenheit.
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